Ideenplattform

Eine Ideenplattform ist ein softwarebasiertes Tool zur Sammlung von Ideen. Im Zeitalter der Open Innovation ist diese Plattform ein wichtiges Werkzeug, um Unternehmen bei der Sammlung, Verwaltung und Verfolgung von Ideen oder Problemlösungsstrategien zu unterstützen.

Arten von Ideenplattformen

Es gibt zwei allgemeine Kategorien von Ideenplattformen: aufgabenorientiert und erweiterbare Ideenplattformen. Bei aufgabenorientierten Ideenplattformen kann ein Unternehmen seine aktuellen Kunden einladen, Vorschläge einzureichen oder über ein Produkt oder eine Unternehmenslösung abzustimmen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Kampagne „Do Us a Flavor“ von Lay’s Kartoffelchips. Kunden werden zuerst vor die Herausforderung gestellt, radikal neue Geschmacksrichtungen für die Marke Frito Lay zu erfinden. Diese Beiträge werden dann auf wenige eingegrenzt, und die Öffentlichkeit stimmt nochmals darüber ab, welche Geschmacksrichtung in die Endrunde kommt.

Eine erweiterbare Ideenplattform ist weniger aufgabenorientiert und ermöglicht Innovationen über mehrere Abteilungen im gleichen Unternehmen hinweg. Der erweiterbare Ansatz zu dieser Art von Crowdsourcing ermöglicht einem Unternehmen, Feedback in Bereichen einzuholen, die auf den Kundenbedürfnissen und nicht denen des Unternehmens aufbauen. IBM machte im Jahr 1998 einen Sprung in die offene Innovation, indem das Unternehmen die interne Entwicklungsabteilung auflöste und die Zusammenarbeit mit Apache begann, einer Onlinecommunity aus Webmastern und Technologen. Die Apache-Community „bestand aus Kunden, die die Mängel der Software kannten und über die Expertise verfügten, diese zu beheben.“

In diesen beiden Kategorien gibt es viele Nuancen, die das Crowdsourcing zur endlosen Quelle innovativer Ideen machen.

Ein sicherer Ort für das Crowdsourcing

Eine starke Ideenplattform bietet Transparenz – ein wertvolles Merkmal im heutigen Marketingmodell. Unternehmen geben sowohl internen als auch externen Teilnehmern durch Transparenz Einblick in den Ideenfindungsprozess.  Wenn die Teilnehmer an einer Ideenplattform den Lebenszyklus der Ideen sehen können, werden Unternehmen mehr rechenschaftspflichtig für ihre Innovationsprozesse. Eine internetbasierte Ideenplattform bietet auch einen sicheren Ort für Innovatoren und für das Crowdsourcing.  Dies mag etwas eigenartig klingen, aber „das Internet bietet einen besonders guten Ort für das Crowdsourcing, da Einzelpersonen dazu neigen, in webbasierten Projekten offener zu sein, wenn sie nicht physisch bewertet oder geprüft werden, und sich deshalb bei Mitteilungen entspannter fühlen können.“ Kollaborative Ideenplattformen bieten allen Parteien ein gewisses Maß an Anonymität, wobei gleichzeitig Transparenz die führende Kraft bleibt.